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Regenwürmer als Bioindikatoren für Schwermetallbelastungen von Böden unter Freilandbedingungen
Zeitschrift Für Pflanzenernährung Und BodenkundePeer ReviewedEmmerling Christoph +21997Journals
In zunehmender Distanz (1,5; 5,4; 11,4; 15,6 km) und in Hauptwindrichtung zu einem Schwermetallemittenten (Blei‐ und Silberhütte Braubach, Bad Ems) wurden die Gesamtgehalte (HNO 3 ‐Extraktion) und die leicht verfügbaren, Ca(NO 3 ) 2 ‐extrahierbaren Anteile der Elemente Pb, Zn und Cd in Böden, Streuproben und Lumbriciden in den Nutzungstypen Wald, Grünland und Acker ermittelt. Zusätzlich wurde Losungsmaterial von Lumbricus terrestris in den Grünlandflächen gesammelt. Für Pb und Cd lagen Grenzwertüberschreitungen der Prüfwerte C, für Zn der Prüfwerte B der „Holland‐Liste” in den Böden vor. Tendenziell nahmen die Gehalte in den Böden und Lumbriciden mit zunehmender Entfernung zum Emittenten ab. Den engsten Zusammenhang wies dabei das Element Pb auf. Die Schwermetall‐Akkumulation in den Lumbriciden variierte insbesondere elementspezifisch. Die Beziehungen zwischen den Gesamtgehalten der Böden und der Regenwürmer waren für Pb und Cd signifikant (rs = 0,66; p < 0,05 und rs = 0,67; p < 0,01), für Zn nicht (rs = 0,45; p > 0,05). Pb wurde nicht über die Bodengehalte hinaus im Gewebe akkumuliert mit Konzentrationsfaktoren (KF) <1. Für Zn und Cd wurden Konzentrationsfaktoren von 2,7–7,6, bzw. 19,5–85,8 ermittelt. Für die betrachteten Schwermetalle zeigten Lumbricus rubellus, L. terrestris und Aporrectodea caliginosa kein artspezifisches Akkumulationsmuster unter Freilandbedingungen.

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