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Die Hofbewilligungen der niederösterreichischen Stände im zweiten Drittel des 17. Jahrhunderts
Open Access Lmu (ludwid Maxmilian's Universitat Munchen)Mark Hengerer2006
were mir wol sehr lieb und ein khrosser drost, wan ich diese gelder ehist haben khindte", schrieb Kaiser Ferdinand III. 1640 eigenhandig unter ein von der Administration vorgefertigtes Handschreiben an den innerosterreichischen Kammerprasidenten und Geheimen Rat Sigmund Ludwig Graf von Dietrichstein. Dieses Handschreiben, mit dem Dietrichstein angewiesen wurde, die "freywillige contribution" bei den innerosterreichischen Geheimen Raten anzumahnen, wies darauf hin, das die so erhobenen Gelder fruhestmoglich nach Wien geschickt werden sollten, um damit die "threuherzigen darlehen und anticipationen" des kaiserlichen Obersthofineisters Maximilian Graf von Trauttmansdorff zu erstatten. 1 Das Bild eines absoluten Herrschers evoziert diese Bitte nicht. Die ubrige Korrespondenz Ferdinands III. mit Dietrichstein last erkennen, das es selbst unter Militars, bei denen finanzielle Notlagen rasch gravierendere militarische Note nach sich ziehen konnten, besonders Hoflinge waren, fUr die sich nach Vorbereitung durch seinen Apparat der Kaiser verwendete, Zahlungen anordnete oder beschleunigte Zahlung befahl." So erscheint nicht nur der landesfUrstliche Zugriff auf Geldmittel schwierig; auch die Verteilung der Mittel zeigt die Wirksamkeit von Kriterien, die sich zu einem ,absolutistischen' Herrscher nicht wohl fUgen. Obschon der Begriff "Absolutismus" seit geraumer Zeit in der Kritik steht und dem Anschein nach immer mehr Historiker von ihm Abstand zu nehmen geneigt sind, bietet er doch nach wie vor einen Rahmen flir die Erorterung eines Bundels

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