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Substitution als Grundlage für die psychotherapeutische Behandlung von Drogenabhängigkeit
Author(s) -
Hannes Strasser,
Karl Studer
Publication year - 2018
Publication title -
swiss archives of neurology psychiatry and psychotherapy
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.131
H-Index - 13
eISSN - 2297-7007
pISSN - 2297-6981
DOI - 10.4414/sanp.2018.00553
Subject(s) - substitution (logic) , philosophy , linguistics
Karl Studer: Wie war die Vorgeschichte zur heutigen Usanz der Substitution von Opiat abhängigkeit? Hannes Strasser: In den 80er-Jahren zeigten sich in der Schweiz zunehmend die negativen gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen, die durch den Konsum von illegalisierten Drogen, allen voran Heroin, verursacht wurden und in der Folge auch immer mehr zu einem Problem für die Gesellschaft anwuchsen. Anfangs 90er-Jahre erlebten wir eine regelrechte Heroinepidemie in den Städten wie z.B. auf dem Platzspitz in Zürich, in der Rheingasse in Basel und auf dem Kocherareal in Bern. Besonders in Zürich sammelten sich Drogenabhängige aus der ganzen Schweiz. Die Bevölkerung, die Behörden und auch die Suchtfachleute waren anfänglich allgemein überfordert mit dieser Situation. Wohl gab es Fachleute und private Vereine, die sich an der Front engagierten, doch letztlich war niemand zuständig von Seiten der Behörden, der Medizin und der Polizei. Zum Drogenelend kamen die rasant ansteigenden HIV-und AIDS-Fälle hinzu, verursacht durch unsauberes Spritzenmaterial, die die Notfallstationen und Ärzte allgemein auf Trab hielten.

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