Using history to understand psychology in non-Western countries
Author(s) -
Johann Louw
Publication year - 2002
Publication title -
psychology archives
Language(s) - German
DOI - 10.23668/psycharchives.541
Subject(s) - philosophy , humanities , political science
Die Psychologie erfuhr im zwanzigsten Jahrhundert in vielen Landern eine starke Entwicklung. Dieses Wachstum war am starksten in industrialisierten, urbanisierten, westlichen Demokratien, was zur Folge hatte, dass die Disziplin wegen ihrer westlichen Beschrankung in die Kritik geriet. Obwohl diese Beschrankung nicht verneint werden soll, wird im Folgenden dargelegt, dass die historische Analyse zu einer tiefer gehenden Erklarung der Beziehung zwischen der Psychologie und diesen Gesellschaften fuhrt, als es die `kulturalistische' Kritik vermag. Es gibt eines besondere Affinitat zwischen Psychologie und der Art von Subjekten, wie sie in liberalen Demokratien leben, sowie deren Selbstverstandnissen. Daraus ergibt sich, dass der Gegenstand der Disziplin selbst historisch variabel und dass die Psychologie reflexiv in diesen Prozess eingebunden ist. Wie die menschliche Subjektivitat im Wechselspiel zwischen den herrschenden politischen Verhaltnissen, der Psychologie und deren Gegenstand in diesen Gesellschaften konstruiert wird, bleibt unvorhersehbar.
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