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Über die Existenz electrischer Ionen in der Atmosphäre
Author(s) -
Elster Von J.,
Geitel H.
Publication year - 1899
Publication title -
terrestrial magnetism and atmospheric electricity
Language(s) - German
Resource type - Journals
ISSN - 0096-8013
DOI - 10.1029/te004i004p00213
Subject(s) - humanities , chemistry , philosophy
Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte haben zu einer bestimmten Vorstellung von der Art der Electricitätsleitung in den Gasen geführt. Ein Gasmolekül selbst ist hiernach unfähig eine electrische Ladung anzunehmen und daher auch nicht im Stande eine solche zu übertragen, dagegen kann es durch gewisse Einwirkungen in zwei Teile zerlegt werden, deren einer eine unveränderliche positive, deren anderer die complementäre negative mit sich führt, Ladungen, die enorm viel höher sind, als diejenigen, die den betreffenden Teilchen durch Berührung mit electrisch geladenen Körpern mitgeteilt werden könnten. Diese entgegengesetzt geladenen Bestandteile des Moleküles entsprechen also den Vehikeln des electrischen Stromes bei der Electrolyse, man hat deshalb auf sie dieselbe Bezeichnung “Ionen” angewandt. Es ist gut, sich zu vergegenwärtigen, dass—mindestens für elementare oder gar einatomige Gase—wahrscheinlich aber auch allgemein der Sinn dieses Ausdrucks mit dem für Electrolyte gültigen sich nicht völlig decken kann.

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