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Kulturvergleich von Beziehungsqualität in Mehrgenerationenfamilien aus psychologischer Sicht1
Author(s) -
Gisela Trommsdorff,
Isabelle Albert
Publication year - 2009
Publication title -
vs verlag für sozialwissenschaften ebooks
Language(s) - German
Resource type - Book series
DOI - 10.1007/978-3-531-91499-2_7
Subject(s) - psychology
Aufgrund zunehmender Lebenserwartung gewinnen Generationenbeziehungen mehr und mehr an Bedeutung, und zwar unter soziologiseher aber aueh psyehologischer Perspektive. Die Aktualität des Themas hängt mit Problemen alternder Gesellsehaften zusammen. Die theoretische und sozialpolitische Bedeutung von Generationenbeziehungen hat Kohli schon früh antizipiert. Kohli und seine Schüler (Kohli 2004, 2005, KohlilKünemund 2003) haben mit ihren Studien, vor allem dem einflussreichen Alters-Survey, die empirischen Grundlagen rur eine differenzierte Analyse von Generationenbeziehungen in Deutschland gelegt. Alternde Gesellschaften werden von einigen Forschern als ökonomische und sozialpolitische Belastung gesehen; sie lassen sich aber auch als Chancen ftir den Einzelnen sowie ftir Gesellschaften sehen. Am Beispiel der Generationenbeziehungen und ihrem Wandel in postmodernen westlichen Gesellschaften ist häufig die Auflösung der Familienbeziehung und die Vereinzelung insbesondere alternder Menschen diskutiert worden. Andere Autoren betonen hingegen die Teilhabe und Mitwirkung von Personen aller Altersgruppen an dem gesellschaftlichen Wandel und die Chance, in Generationenbeziehungen so zu investieren, dass gesellschaftliche Integration und Solidarität gefördert werden. Weiterhin werden ein starker Familienzusammenhalt und die integrierende Wirkung von familialen intergenerationalen Beziehungen betont (Bengtson 2001). Damit sind sowohl soziologische als auch psychologische Implikationen gegeben. Die Bedeutung von Generationenbeziehungen im Zusammenhang mit soziodemografischen Veränderungen wird jedoch in der Psychologie kaum untersucht. Soziostrukturelle und familientheoretische Aspekte von Generationenbeziehungen sind in der psychologischen Forschung kein Thema. Schon aus methodologischen Gründen ist es problematisch, die Aggregat-

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