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Über die Synthese definierter Eisenoxyde unter verschiedenen Bedingungen
Author(s) -
Schwertmann U.
Publication year - 1959
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19592980511
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry , polymer chemistry , nuclear chemistry
Zur Untersuchung der Entstehungsweise und ‐bedingungen definierter Eisenoxyde wurden diese unter verschiedenen Bedingungen dargestellt und die jeweiligen Oxydationsprodukte röntgenographisch und differentialthermoanalytisch identifiziert. Dabei ergab sich:1 Für die bei der Bildung von Eisenoxyden entstehenden Formen spielen folgende Faktoren eine Rolle: Ausgangswertigkeit des Eisenions, p H ‐Wert, CO 2 ‐Gehalt der Oxydationslösung und Oxydationsgeschwindigkeit. 2 Bei der Fällung von Eisen(III)‐ionen durch Hydroxydionen entsteht ein röntgenamorphes Oxyd, das je nach p H und Temperatur der Lösung zum α‐FeOOH oder zum α‐Fe 2 O 3 altert. Niedrige Temperatur und hoher p H ‐Wert begünstigen die Bildung von α‐FeOOH, hohe Temperatur und tiefer p H ‐Wert diejenige des α‐Fe 2 O 3 . 3 Bei der Oxydation von Fe(OH) 2 mit Sauerstoff und in Abwesenheit von CO 2 bilden sich bei Zimmertemperatur im p H ‐Bereich unter p H 4–5 ein stark fehlgeordnetes γ‐FeOOH mit röntgenamorphen Anteilen, zwischen p H 5 und p H 8 γ‐FeOOH und oberhalb p H 8–9 ein Gemisch aus Fe 3 O 4 und γ‐Fe 2 O 3 mit mit steigendem p H zunehmendem Fe 3 O 4 ‐Anteil. Bei Verwendung von H 2 O 2 als Oxydationsmittel (schnelle Oxydation) wird im alkalischen Bereich der Anteil an γ‐Fe 2 O 3 gegenüber Fe 3 O 4 stark erhöht. 4 Bei Anwesenheit von CO 2 im Oxydationsmilieu wird unter den Bedingungen von 3. bei p H 6–7 die Bildung von γ‐FeOOH zugunsten der Bildung von α‐FeOOH zurückgedrängt. Bei langsamer Oxydation genügen bereits geringe CO 2 ‐Mengen, um lediglich α‐FeOOH entstehen zu lassen. Sinkt der CO 2 ‐Anteil weiter ab, so entstehen Gemische aus γ‐ und α‐FeOOH.
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